Viele Eltern erleben irgendwann diese Situation: Der Tag war eigentlich ruhig, aber am Abend wird dein Baby plötzlich unruhig und beginnt viel zu weinen.
Manche Eltern sagen sogar, man könne fast die Uhr danach stellen. Jeden Abend ungefähr zur gleichen Zeit scheint ihr Baby besonders schwer zur Ruhe zu kommen.
Wenn dein Baby jeden Abend schreit, kann das sehr verunsichernd sein. Viele Eltern fragen sich dann:
Oft steckt jedoch etwas ganz anderes dahinter.
Hat mein Baby Bauchschmerzen?
Hat es noch Hunger?
Stimmt etwas mit dem Stillen nicht?
Viele Babys haben in den ersten Lebenswochen eine Phase, in der sie am Abend besonders unruhig sind.
Dieses Verhalten wird häufig auch als abendliche „Hexenstunde“ bezeichnet.
Dabei wirkt dein Baby:
Für Eltern fühlt sich diese Phase oft anstrengend und manchmal auch beunruhigend an
sehr aufgeregt
schwer zu beruhigen
weint viel
möchte häufig an die Brust oder getragen werden
Die abendliche Unruhe tritt besonders häufig zwischen der 6. und etwa der 12. Lebenswoche auf.
Viele Babys haben zu dieser Zeit am Abend eine Phase intensiver Unruhe. Das bedeutet aber nicht, dass etwas falsch läuft oder dass dein Baby Schmerzen hat.
Wenn ein Baby jeden Abend weint, liegt der Gedanke nahe, dass etwas nicht stimmt.
Viele Eltern vermuten zum Beispiel:
In dieser Situation kommt es manchmal vor, dass Eltern beginnen zu zufüttern, weil sie glauben, ihr Baby werde nicht satt.
In vielen Fällen liegt die Ursache jedoch gar nicht im Hunger.
Bauchschmerzen
zu wenig Milch
großen Hunger
Die sogenannte Hexenstunde ist meist einfach ein Zeichen dafür, dass dein Baby den Tag verarbeitet.
Für ein kleines Baby ist das Leben außerhalb des Bauches noch sehr neu. Geräusche, Licht, Bewegung und viele Eindrücke müssen erst einmal verarbeitet werden.
Am Abend zeigt sich diese Reizverarbeitung häufig in Form von:
Das ist für viele Babys eine ganz normale Phase der Anpassung an diese neue Welt.
Unruhe
Weinen
starkem Nähebedürfnis
häufigem Stillen
So plötzlich wie diese Phase auftaucht, verschwindet sie bei vielen Babys auch wieder.
Mit zunehmender Entwicklung des Nervensystems und mehr Erfahrung mit dem Alltag wird es für viele Babys leichter, mit den Eindrücken des Tages umzugehen.
Wenn dein Baby jeden Abend weint, kann es sehr hilfreich sein, dich bewusst auf diese Zeit vorzubereiten.
Viele Eltern berichten, dass sie die Unruhephase ihres Babys inzwischen ziemlich gut einschätzen können.
Oft beginnt sie ungefähr zur gleichen Uhrzeit, zum Beispiel gegen 17 oder 18 Uhr.
Du kannst dir diese Zeit deshalb ein wenig planbar machen.
Vielleicht hilft dir zum Beispiel:
Wenn deine eigenen Bedürfnisse – Hunger, Durst oder ein wenig Ruhe – schon erfüllt sind, fällt es oft leichter, dein Baby in dieser Phase zu begleiten.
Viele Babys brauchen in dieser Zeit vor allem:
Du musst diese Phase nicht „lösen“. Oft reicht es, einfach da zu sein und dein Baby durch diese intensive Zeit zu begleiten.
vorher noch in Ruhe etwas zu essen
dir ein Getränk bereitzustellen
einen bequemen Platz vorzubereiten
Musik, einen Podcast oder etwas Entspannendes bereitzulegen
Nähe
getragen werden
häufiges Stillen
eine ruhige Begleitung
Wenn dein Baby über längere Zeit sehr viel weint oder du unsicher bist, ob alles in Ordnung ist, sprich gerne mit deiner Hebamme oder deiner Kinderärztin bzw. deinem Kinderarzt.
Auch wenn die abendliche Unruhe bei vielen Babys normal ist, sollten Eltern sich mit ihren Sorgen nie allein fühlen.
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